Festliches Weihnachtsessen – Make it vegan!

Fragt man Google, welches Essen in Deutschland am häufigsten zu Weihnachten gekocht wird, dann ist der Kartoffelsalat mit Würstchen ganz oben mit dabei. Aber auch die nächsten in der Rangfolge sind sehr fleischlastig, da ein Festessen für viele einen Braten beinhalten muss, um sich so nennen zu dürfen. In diesem Blogartikel stellen wir dir ein leckeres und veganes Menü vor und teilen dir unsere Tipps mit, damit die Rezepte auf jeden Fall gelingen.

Erster Schritt: Geschmacksfindung

An Weihnachten darf es auch mal ein bisschen mehr Aufwand sein und die Gerichte, die sonst so viel Zeit beanspruchen, können jetzt ausgepackt werden. Damit du auch wirklich ein Festmahl präsentieren kannst, wollen wir dir ein Drei-Gänge-Menü vorstellen, mit dem du bei deinen Lieben sicher angeben kannst.

Damit wir die hier vorgestellten Rezepte auch guten Gewissens weiterempfehlen können, mussten sie davor natürlich auf die Probe gestellt werden. Dafür hat sich unsere Matacrew zusammengetan und Vorkoster gespielt.

Mittlerweile gibt es eine unfassbar große Anzahl an veganen Foodbloggern. Darum haben wir die Rezepte den Experten überlassen und uns für unseren Weihnachtsschmaus insgesamt fünf Rezepte von „Eat this“ ausgesucht, aus denen wir Vor-, Haupt- und Nachspeise kreierten. Hier wird schon seit 2015 ein Weihnachtsmenü zusammengestellt. Auswahl gibt es also zu Genüge. Alle Rezepte sind verlinkt, falls dir bei diesem Blogeintrag das Wasser im Mund zusammenläuft und du sie auch ausprobieren möchtest!

Wir haben uns für folgendes Weihnachtsmenü entschieden:

Vorspeise
Feldsalat mit Birne, Walnuss und Orangen-Vinaigrette

Hauptspeise
Seitan-Rollbraten mit veganer Bacon-Kruste und Semmelknödeln zusammen mit der besten veganen Bratensoße

Nachspeise
Schokoladen Tarelettes mit Flor de Sal, Pistazien und Granatapfel

Damit die Arbeit aber nicht an einer einzigen Person hängen bleibt, haben wir die einzelnen Gänge im Team aufgeteilt, sodass alle etwas zu tun hatten. Das ist auch ein Tipp von uns: Teil die Arbeit auf und lass dir von Freunden oder Familie helfen.

Lass das große Kochen beginnen.

Nach einem Großeinkauf, getestet und mit Maske ausgestattet waren wir also in der Küche und fingen zuerst mit dem Seitan-Rollbraten mit veganer Bacon-Kruste an. Da dieser noch etwas ziehen musste, bereiteten wir ihn bereits einen Tag eher zu. Die Vorbereitungszeit wird wie bei neuen – und etwas aufwendigeren – Rezepten üblich, um einiges überschritten.

Die einzelnen Schritte des Rezepts sind jedoch leicht zu verstehen und umzusetzen. Kleiner Tipp: Das Ausrollen beim vierten Schritt kann durch ein Nudelholz vereinfacht werden. In unserer bescheidenen Mataküche hatten wir leider nur eine Glasflasche zur Verfügung. Das Nudelholz steht für zukünftige Kochaktionen nun definitiv auf der Wunschliste.

Als wir den „Braten“ nach dem Dämpfen zum Abkühlen auf der Theke liegen lassen, duftet der ganze Raum wunderbar würzig. Der Festschmaus muss jetzt noch eine Nacht im Kühlschrank verbringen, bevor wir ihn weiterverarbeiten und die nächsten Rezepte in Angriff nehmen können.

Am Tag darauf wurden die Ärmel wieder hochgekrempelt und weiter gekocht! Das Beste kommt zwar zum Schluss, wird aber zuerst zubereitet. Als unseren Nachtisch haben wir die Schokoladen Tartelettes mit Flor de Sal, Pistazien und Granatapfel auserkoren.

Da wir aber auch die Zutaten verwenden wollten, die in unserer Mataküche schon vorhanden sind, haben wir mit normalem Zucker, Weizenmehl und Salz gearbeitet. Nachdem Hindernisse wie „Was war doch nochmal Blindbacken?“ überwunden waren, ging die Nachspeise recht fix. Übrigens ist dieses Rezept auch für absolute Backanfänger geeignet. Selbst unsere beiden Mata-Backnoobs, die für das Dessert zuständig waren, haben es geschafft, ein wunderbar leckeres Dessert zu kreieren.

Auch für erfahrene Tofu-Esser wie uns, ist es doch immer wieder überraschend, was für schokoladige Leckereien man aus Seidentofu zaubern kann. Am Ende wurden die Tartelettes bis zum großen Vernaschen in den Kühlschrank gestellt.

Die beste vegane Bratensoße der Welt

Die Soße bereiteten wir genau nach Rezept zu und wurden mit einer wundervollen veganen Alternative belohnt. Das einzige Manko unserer Kreation? Die Farbe. Wie auf dem Bild zu erkennen, ist diese etwas heller als gewünscht und erinnert an … naja, du weißt wahrscheinlich, was wir meinen 😉

Während die Soße noch ein wenig ihre Hitze genoss, gingen es schon weiter zu den veganen Semmelknödeln. Statt zu schneiden, rissen wir die Brötchen in ca. 1 cm große Stücke. Ein paar Stücke fallen zu groß aus, saugen sich mit Wasser voll und verändern die Konsistenz unvorteilhaft. Hier also der Tipp beim Nachkochen: Achte darauf, dass die Stückchen nicht zu groß werden! Zum Glück fällt der Unterschied bei uns nicht ganz so dramatisch aus und die Knödel gehen in nur leicht abgewandelter Form in das kochende Salzwasser.

Während wir darauf warten, dass sie wieder an die Oberfläche gelangen, wird der Seitan-Rollbraten zu Ende gebracht. Nachdem die Reispapierblätter mit der Marinade den Braten umhüllten, ging es auch schon direkt in den Ofen. Nun mussten wir die Hitze arbeiten lassen und konnten uns auf den letzten Schritt für unser perfektes Weihnachtsdinner konzentrieren.

Die Vorspeise. Der Feldsalat mit Birne, Walnuss und Orangen-Vinaigrette geht genauso schnell und einfach wie beschrieben. Falls ihr genau wie wir mit doppelten Portionen kocht, also statt vier, acht machen wollt, müsst ihr nicht alle Zutaten verdoppeln. Gerade der Salat und der Granatapfel reichen ganz entspannt für die doppelte Menge aus.

Und hat sich der Aufwand nun gelohnt?

Nun aber die alles entscheidende Frage: Hat es uns geschmeckt? Dazu können wir nur sagen: Jedes Gericht hat mit Bravour bestanden! Das Dressing des Salats ist phänomenal, der Braten wundervoll würzig, die Nachspeise genau die richtige Menge schokoladig und die Soße rundet die Hauptspeise perfekt ab. Wir sind begeistert und haben für uns das perfekte vegane Weihnachtsessen gefunden.

Überzeug dich selbst und koch die Rezepte nach. Verlink uns gern, wenn du deine Kreationen auf Social Media teilst.

Deine Matacrew wünscht ein besinnliches Weihnachtsfest, mit Delikatessen, die dem Anlass würdig sind.

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