Equal Pay Day- 5 Tipps für mehr Gleichberechtigung

Frau arbeitet mit Laptop am Schreibtisch

„Game Changer – Mach dich stark für equal pay!“ unter diesem Motto steht der diesjährige Equal Pay Day am 10. März. Gesucht sind richtige „Game Changer“. Es werden mutige, kreative und moderne Macher:innen gesucht, die mit ihrer Idee aktiv und innovativ überzeugen und andere begeistern können.

Auch für uns bei Matabooks ist dieser Tag und die öffentliche Debatte zum Thema Gleichberechtigung sehr wichtig. Daher möchten wir mit diesem Beitrag auf die noch immer vorherrschende Ungerechtigkeit, speziell in der Berufswelt zwischen Frauen und Männern, aufmerksam machen und dich inspirieren, aktiv zu werden.
Sei also gespannt und erfahre mehr über die Hintergründe des „Equal Pay Day“ und mit welchen 5 Tipps du aktiv etwas für mehr Gleichberechtigung machen kannst.

Was ist der Equal Pay Day?

Die Entgeltlücke zwischen Geschlechtern existiert in ganz Europa und fällt von Land zu Land unterschiedlich aus. Deutschland liegt europaweit auf dem vorletzten Platz und weist damit eine der höchsten Gender Pay Gaps auf.

Im Gegensatz zu anderen Feiertagen ist der Equal Pay Day nicht an ein festes Datum gebunden, sondern abhängig vom vorherrschenden Lohnunterschied. Mit der Wahl des Tages soll auf diese Entgeldlücke aufmerksam gemacht werden. Der Aktionstag findet daher immer an dem Datum statt, bis zu welchem Frauen in einem Jahr prinzipiell unentgeltlich für beispielsweise Sorgearbeit arbeiten, während Männer schon ab dem ersten Tag des Jahres Lohn erhalten. In Deutschland lag dieser Tag in den vergangen Jahren immer relativ nah beieinander, da sich die Lohnunterschiede nicht groß verändert haben.

Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Deutschland liegt im Durchschnitt immer noch bei 18%. Im Westen Deutschlands und in Berlin sind es sogar 21%, wohingegen es im Osten Deutschlands rund 7% sind. Das Team rund um den „equal pay day“ hat in den vergangen Jahren mithilfe zahlreicher Studien, Schwerpunktthemen festgelegt, welche zu den zentralen Ursachenkomplexen gezählt werden.

Was verursacht die Gender Pay Gap?

  • Geschlechterbezogene Berufe/Branchen (bspw. geringerer Anteil an Frauen in MINT-Berufen)

  • familienbedingte Unterbrechung/Reduzierung der Erwerbstätigkeit

  • Unterbewertung frauentypischer Berufe (Wahrnehmung und Bezahlung)

  • Fehlende Transparenz in Bezug auf Löhne und Gehälter

  • (unter)bewusste Vermittlung von Rollenstereotypen

Ziel der Bewegung und dieses Tages ist eine öffentliche Debatte über die Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern zu stärken. Je mehr darüber geredet und sich ausgetauscht wird, desto mehr schafft man Bewusstsein und sensibilisiert für dieses Thema. Mit einer neuen Aufmerksamkeit soll die Schließung der Lohnschere erreicht werden.

Schwierigkeiten, die es zu bewältigen gilt

Weitere Schwierigkeiten, die sich in diesem Zuge eröffnen, sind die „Pension Gap“ und die „Care Gap“. Da Frauen historisch gesehen bisher weniger als Männer arbeiten konnten, sie nach wie vor aufgrund sozialer Verpflichtungen weniger arbeiten und durchschnittlich geringer verdienen als Männer, entsteht die „Pension Gap“. Diese beschreibt, dass Frauen weniger Alterssicherungsleistungen einzahlen können und dadurch auch das Rentensystem beeinflusst wird. Die „Gender Care Gap“ bezeichnet die Lücke in der Zeitverwendung von Frauen und Männern für unbezahlte Arbeit, wie zum Beispiel Kinderbetreuung, Pflege von Familienangehörigen und Hausarbeit. 2012 lag die Schere bei 52,4% mehr unbezahlte Sorgearbeit, die von Frauen im Vergleich zu Männern geleistet wurde, was rund 87 Minuten pro Tag sind.

Gesucht werden kreative Lösungsansätze

Die wichtigste Frage dabei: Was kann gegen diese Ungleichheit zwischen Männern und Frauen insbesondere in der Berufswelt unternommen werden?
Einige grundlegenden Möglichkeiten hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit dem ISS Gemeinnütziger e.V. im Projekt „Pay Gap, Care Gap, Pension Gap: Interlinking Key Gender Gaps for Germany for monitoring Gender Equality and taking action“ entwickelt. Beispielsweise könnten zur geschlechtergerechten Verteilung unbezahlter Sorgearbeit, weitere flächendeckende und flexiblere Kinderbetreuungsangebote geschaffen werden. Außerdem ist eine Förderung von haushaltsnahen Leistungen bei der Pflege von Angehörigen eine denkbare Lösung. Wie auch die Einführung einer neuen Art von „Vollzeit“ für alle, beispielsweise in Form von 30-35 Stunden pro Woche.
Des Weiteren könnten staatliche Leistungen wie die Streichung der Lohnsteuerklasse V oder die Weiterentwicklung des Ehegattensplitting in ein Real-Splitting, zu berücksichtigende Maßnahmen darstellen. Besonders wichtig ist dennoch auch das zivilgesellschaftliche Engagement für Gleichstellung, beispielsweise durch eine Mitgliedschaft in Bündnissen, wie „Sorgearbeit fair teilen“.

Hier erfährst du noch mehr.

5 Tipps was du für mehr Gleichberechtigung machen kannst:

  • recherchiere und informiere dich

  • suche das Gespräch mit Freund:innen & Familie

  • suche das Gespräch auf Arbeit mit Kolleg:innen, der Mitarbeitervertretung & Führungsebene

  • setze dich im Alltag gegen Rollenstereotypen ein (bspw. bei der Erziehung, Gespräche mit Freund:innen, Familie & im Arbeitsumfeld)

  • unterstütze mit sozialem Engagement Vereine oder Petitionen 

Wir hoffen, dass wir dich inspirieren und ermutigen konnten aus der eigenen Komfortzone herauszutreten und aktiv für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einzustehen.

Schau doch gern mal bei unserer Female Empowerment und Girl Power Reihe vorbei und erfahre mehr über das Thema „Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Freiheit von Frauen“

Grußkarten Ostern
Hand hält Mülltüte mit Matabooks Notizbüchern aus Graspapier
Aufgeschlagener Roman von Matabooks auf Bett